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It's not over till it's over:
Wie Großbritannien sich am Brexit abarbeitet.


Robert Tonks, Vorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft Duisburg, im DISS-Interview. Das Gespräch führte Dr. Jobst Paul Anfang Mai 2017. Der Text erscheint mit der freundlichen Genehmigung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS).


Jobst Paul: Von außen erscheint die derzeitige Lage in Großbritannien einerseits bestimmt von der traumatischen Verarbeitung der Brexit-Entscheidung und andererseits von permanenten Anrufungen einer neuen Zukunft. Will die Regierung über die so kurzfristig angekündigten Neuwahlen die Brexit-Abstimmung vielleicht doch noch einmal zur Disposition stellen?


Robert Tonks: Wenn die Regierung für das Ausrufen der Unterhauswahlen einen solchen Beweggrund hätte, wäre das für sie sicherlich ein risikoreiches Snookerspiel über mehrere Bande. Traditionsgemäß ist Tory die Partei der Unternehmen, von denen die Mehrheit den zollfreien Binnenmarkt beibehalten will. Die Premierministerin muss diesen Flügel befrieden. Theresa May ist ja als Premierministerin nicht demokratisch gewählt worden, sondern innerparteilich gesetzt. Mit der Wahl würde May ihre Macht stabilisieren. Sie glaubt, dass ein Wahlsieg ihre Verhandlungsposition gegenüber der EU stärken wird. Auch wenn sie behauptet, dass sie lieber auf den Binnenmarkt verzichten würde, als eine schlechte Vereinbarung zu treffen, glaube ich aus heutiger Sicht, dass die Regierung immer noch davon ausgeht, dass es möglich ist, den ungestörten Zugang zum Binnenmarkt beizubehalten - trotz lautstarker Proteste aus der EU und einigen EU-Mitgliedsstaaten. Weder eine Regierung von Labour noch von Tory wollte je die Politische Union, die einen Bruch mit der über Jahrhunderte gewachsenen Wirtschaftsphilosophie des Landes darstellen würde. Denn frei nach Adam Smith entsteht der Wohlstand durch den Handel zwischen den Nationen. Wirtschaftsgemeinschaft ja, politische Union nein. Diese Formel ist eine Konstante britischer Politik. Sowohl Tory als auch Labour akzeptierten Schengen und den Euro zwar, Großbritannien ist aber weder der einen noch der anderen politischen Union beigetreten.


Jobst Paul: Wir interpretieren die britische Brexit-Kampagne aus deutscher Sicht oft als den ersten wirklichen Sieg des Populismus in Europa und denken dabei an Le Pen, Wilders, Petry u.a. Allerdings ist es in Großbritannien die traditionsreiche Tory-Partei, also eine Institution der Mitte, die nun den populistischen Aufstand verwaltet. Was unterscheidet den britischen Populismus von dem auf dem Kontinent? Spielen Rechtsradikale eine Rolle?


Robert Tonks: Wenn ich mich nicht täusche, bezeichneten vor fast vier Jahrzehnten die Politikwissenschaft und Medien Ronald Reagan und Margaret Thatcher als rechtspopulistisch. So beschrieb Anfang der 1980er Jahre der bedeutende britische Gesellschaftswissenschaftler Stuart Hall den Politikansatz der beiden als „right-wing authoritarian populism“, der sich durch einen ausgeprägten Zynismus gegenüber Menschenrechten und einen nach innen und außen gerichteten Nationalismus auszeichnete. Das war bahnbrechend, sagte man, sie waren eben die Ersten. Sie setzten sich für die Ausweitung der 'freien Welt' des Kapitalismus und die Auflösung des Eisernen Vorhangs, des Sowjetblocks und des Kommunismus ein. Die heutigen Rechtspopulisten wenden sich gegen die nach dem Kollaps der Sowjetunion erlangte 'Freiheit' und setzen sich für ihre Wiedereinschränkung ein, für die Errichtung neuer Grenzen und Mauern. Sie wollen dem Kapitalismus nationale Barrieren auferlegen. Das ist ein Paradigmenwechsel, eine Kehrtwende, die in jedem Land systembedingt anders läuft. Das britische Wahlsystem ist direkt und lässt kleinen Parteien keinen Platz. Die nationalistisch ausgerichtete United Kingdom Independence Party (UKIP) hat bis heute keinen Sitz im Unterhaus. Das heißt, dass sie in keinem einzigen Wahlkreis die Nase vorne hat. Dafür ist ihr Einfluss auf die Tory-Party von innen enorm gewachsen. Die Tory-Party saugt alles rechts von der Mitte wie ein Schwamm auf, auch rechts außen. Das tut die Labour Party links der Mitte genauso. Das erklärt den gegenwärtigen nationalistischen Rechtsruck der Tory-Partei einerseits und den sozial- und industriepolitischen Linksruck der Labour Partei andererseits. Ich empfehle die Lektüre der in diesen Tagen publizierten Wahlprogramme. Während Tory Arbeitgeber zwingen will, für jeden ausländischen Beschäftigten 2000 Pfund pro Jahr an die Regierung zu bezahlen, will Labour die Sozialausgaben steigern und Schlüsselindustrien verstaatlichen. Den Programmen nach zu urteilen, findet gerade eine Radikalisierung des britischen Zweiparteiensystems statt. Da fragt man sich gerade, wer die gemäßigte Mitte der Gesellschaft vertritt.


Jobst Paul: Von den vielen Gegnern des Brexit in England selbst hört man nichts mehr. Ist die Niederlage des linksliberalen bürgerlichen Lagers, insbesondere der Jugend, so gründlich, dass von dort auf absehbare Zeit kein politischer Aufbruch zu erwarten ist?


Robert Tonks: Wie gesagt – die Labour Partei orientiert sich neu nach links – und zwar seit der überraschenden Wahlschlappe 2015 mit Ed Milliband und seinem eher linksliberalen Kurs. Für viele ebenfalls überraschend war die anschließende Wahl von Jeremy Corbyn vom linken Flügel zum neuen Labourchef. Vor dem Referendum wollte sich Corbyn nicht neben dem damaligen Tory-Premierminister David Cameron sehen lassen, der für den Verbleib in der EU war: Am linken Flügel halten viele die EU für einen elitären neoliberalen Club. Aufgrund der Tatsache, dass viele pro-Brexit-Wähler aus dem Labour-Lager stammen, hat sich der neue Labour-Chef Jeremy Corbyn auch nach dem Votum zurückgehalten. Corbyn akzeptiert das Brexit-Votum, verspricht aber den Schaden an der Bevölkerung gering zu halten. Die Liberal Democrats sind die einzige, flächendeckend, d.h. Großbritannienweit, auftretende Partei, die im Wahlprogramm 2017 ein zweites Referendum verspricht. Sie betrachtet das Brexit-Votum als einen historischen Fehler, der rückgängig gemacht werden kann. Da es allerdings bei der anstehenden Wahl nicht nur um Brexit geht, wird diese verhältnismäßig kleine Partei kaum in der Lage sein, all diejenigen hinter sich zu vereinen, die für den Verbleib in der EU sind. Aber, lassen wir uns überraschen.


Jobst Paul: Wie hat sich im Zuge des Brexit in Großbritannien das 'Deutschland-Bild' entwickelt?


Robert Tonks: Das britische 'Deutschland-Bild' leidet unter Brexit nicht. Die Deutschen können ja Fußball, Autos und Bier! Was soll sich nach Brexit an der Beziehung zu Deutschland oder Frankreich ändern? Solche bilateralen Beziehungen haben in weiten Teilen der von konservativen Medien dominierten Öffentlichkeit mit der EU nichts zu tun. Jürgen Klopp ist einer der beliebtesten Trainer der Premier League. Einen besseren Botschafter könnte Deutschland auf der Insel nicht haben. Der Werbespot eines bedeutenden deutschen Autoherstellers 'Vorsprung durch Technik' wird von den regionalen Radiosendern ohne Übersetzung gespielt. Das versteht zwar niemand, ist aber Deutsch und damit ein Qualitätssiegel. Wenn ich da bin, fragen mich schon mal Leute nach der Bedeutung, die sie in der Regel wenige Tage später wieder vergessen haben. Das Vereinigte Königreich ist der größte Importeur deutscher Autos in der EU. Viele Briten trinken bayrisches Weizenbier und schwärmen vom Oktoberfest in München. Respekt gepaart mit historisch bedingten Ressentiments beherschen das von männlichen Stereotypen geprägte Bild von Deutschland. Die Ironie des Schicksals ist, dass erst durch das Brexit-Votum die britische Bevölkerung gezwungen wird, sich mit der EU und den europäischen Nachbarn auseinanderzusetzen. Brexit und damit die EU sind täglich in den Medien. Das entstehende Medienbild von Ursache und Wirkung ist dabei verzerrt. Dass sich Bundeskanzlerin Merkel für die Flüchtlinge eingesetzt hat und dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung sie zunächst dabei unterstützte, wird zur Kenntnis genommen, aber nicht als das Hauptproblem der Zuwanderung nach Großbritannien gesehen. Deutschland wird nicht als Ursache der Zuwanderung nach Großbritannien betrachtet, sondern die EU. Der Zorn der Brexit-Befürworter richtet sich gegen die Zuwanderung aus den östlichen EU-Ländern, insbesondere Polen.


Jobst Paul: Die Labour Party ist zerstritten und agiert offenbar im Abseits. Welche tiefere, inhaltliche Bedeutung haben die Machtkämpfe um Jeremy Corbyn? Oder geht es nur um Personen?


Robert Tonks: In der Politik geht es natürlich immer um Personen, aber auch um das Zusammenspiel von Konjunkturen und Strukturen. Wie nach der Wahl der Tory-Premierministerin Margaret Thatcher 1979 befindet sich die Labour Partei heute in einem tiefgreifenden Richtungsstreit. Damals bildeten einige abtrünnige Labour Ex-Minister die Social Democrat Party, die später mit den Liberalen fusionierte, um die Liberal Democrat Party zu gründen. Die Labour Partei brauchte 18 Jahre, bis 1997 Tony Blair mit dem Slogan 'New Labour' erdrutschartig zum Premierminister gewählt wurde. Blair setzte in wesentlichen Punkten die neoliberale Wirtschaftspolitik von Thatcher und ihrem Nachfolger auf der Downing Street 10 John Major fort. Blair rief die sogenannte 'Stakeholder Economy' aus, für die das Land Arbeitskräfte benötigte: Unter Blair ebnete Großbritannien als einer der ersten EU-Mitgliedsstaaten den Weg für die uneingeschränkte Zuwanderung aus Ost-Europa unmittelbar nach der EU-Osterweiterung 2005. Andere Länder wie Deutschland zogen erst einige Jahre später und mit Einschränkungen nach. Heute leben 800.000 Polen im Vereinigten Königreich. Brexit ist vor allem ein Reflex auf die Blairsche Einwanderungspolitik. Welchen Entwicklungsweg Labour im 21. Jahrhundert einschlagen wird, ist unklar, aber regieren kann sie nicht zuletzt wegen des Wahlsystems nur links der Mitte. Aber, denken Sie an die alte Faustregel beim Fußball: Die wichtigste Phase eines Spiels findet gegen die 97. Minute statt, denn ‚It‘s not over till it‘s over‘. Laut Umfragen will die große Mehrheit der unter 40-Jährigen Labour wählen. Gerade bei dieser Gruppe verzeichnet Labour zurzeit einen signifikanten Mitgliederzuwachs. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen viele von einem Wahlsieg von Winston Churchill aus, dem größten Tory-Premierminister aller Zeiten, Befreier und Kriegsgewinner. Er verlor gegen Labourchef Clement Attlee, der eine Erhöhung der Sozialausgaben und die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien versprach.


Jobst Paul: Bereits am 25. Juni 2016 hat die schottische Regierung als Reaktion auf das Ergebnis des britischen EU-Referendums entschieden, ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum vorzubereiten. Können die Schotten dieses Referendum tatsächlich ohne die Zustimmung der britischen Regierung durchführen? Und wie stehen die Chancen und die Konsequenzen eines Erfolgs, auch im Hinblick auf Nordirland?


Robert Tonks: Bis vor wenigen Jahren war Schottland noch eine Hochburg der Labour Partei. Die Scottish National Party (SNP) hat sie allerdings mittlerweile nachhaltig von links überholt, mit dem Erfolg, dass heute weder Tory noch Labour in Schottland einen Schnitt machen. Verstaatlichung vor allem der Ölressourcen vor der schottischen Nordseeküste, sowie erhöhte Sozialabgaben sind ihre vordergründigen Themen. Bei dem Referendum über die schottische Unabhängigkeit 2014 scheiterte SNP. Beim Brexit-Referendum 2016 votierte die Mehrheit der Schotten nicht für Brexit, sondern für den Verbleib in der EU. Anschließend hat SNP unter der sogenannten Ersten Ministerin Nicola Sturgeon über ein erneutes Referendum über die schottische Unabhängigkeit im schottischen Parlament abstimmen lassen. Sie gewann. Sturgeon schließt daraus, dass ein zweites Referendum in Schottland über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich stattfinden soll, weil die Schotten beim ersten Referendum für den Verbleib in einem Vereinigten Königreich votierten, das Teil der EU ist. Das schottische Parlament will zwar eine Wiederholung des schottischen Referendums, die Bevölkerung laut Umfragen aber nicht. Eine weitere Komplikation ist, dass die schottische Unabhängigkeit eine Mehrheit im britischen Parlament erfordert. Dafür fehlt aus heutiger Sicht die erforderliche Mehrheit im Parlament in Westminster. Wie die Mehrheitsverhältnisse im neu gewählten britischen Unterhaus nach der Wahl am 8. Juni 2017 aussehen werden, ist Kaffeesatzleserei. Alle Hoffnung in die Schotten zu setzen, als die einzigen Europäer des Vereinigten Königreichs - was die deutschen Medien gern tun - ist nicht zielführend. Das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl des Vereinigten Königreichs war noch nie so stark wie in Zeiten der Bedrohung von außen, etwa in zwei Weltkriegen. Ich sehe vor diesem Hintergrund die Gefahr, dass England, Schottland, Wales und Nordirland zu einem ‚Wir‘-Gefühl gegen die EU finden, wenn Tory diese Wahl gewinnt. Dann ist die Wiederrichtung der Grenze in Irland denkbar. Vor einem Rosenkrieg kann man nur warnen. Dann verlieren alle.



Weiterführende Links zur Brexit-Thematik:


Vom 26.05.2017 | Quelle: Coolibri

Heimat ist hier: Briten in Deutschland über den Brexit


Vom 29.12.2016 | Quelle: RP Online

Duisburg: 'Brexit' und 'Sale' als Unworte


Vom 25.06.2016 | Quelle: RP Online

Was der Brexit für Duisburg bedeutet


Vom 23.06.2016 | Quelle: SAT.1 NRW

NRWs Briten sind gegen Brexit


Vom 17.06.2016 | Quelle: Lokalkompass

Brexit-Abend in der VHS Duisburg


Vom 08.06.2016 | Quelle: WAZ

Warum der Deutsch-Brite Robert Tonks den „Brexit“ ablehnt




Infos zum Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017, 18:30 Uhr

Societät Duisburg, Mülheimer Straße 277, 47058 Duisburg

Sommerfest Societät 16.06.2017


Our summer party with SOCIETÄT is coming soon - 16 June 2017!
Steve & Jani Tipping - and maybe Paddy, Anne and Bob Tipping - will be starring.
Check attachment (pdf) for details.
Please register with SOCIETÄT direct and send us a copy.






Bilder vom Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017, 18:30 Uhr


Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017 Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017
Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017 Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017
Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017 Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017 Sommerfest mit der Societät am 16.06.2017
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Drachenboot Fun Regatta 2017 (09.-11.06.2017)


Drachenboot Fun Regatta 2017, Duisburg Innenhafen



Weitere Bilder von Drachenlady77 anlässlich
der Drachenboot Fun Regatta 2017 am
Duisburger Innenhafen findet Ihr in der Galerie















WDR-Video mit Robert Tonks zur umstrittenen Englisch-Prüfung mit Prinz Harry.


Vom 22.05.2017 | 3 Min. | Verfügbar bis 22.05.2018 | Quelle: WDR

Robert Tonks von der Deutsch-Britischen-Gesellschaft Duisburg zur umstrittenen "Harry"-Englisch-Prüfung




Radio WDR 5, 24.05.2017 gegen 11:50 Uhr

Our very own prize chef Margaret will be on the radio, WDR 5, 24.05.2017 at approx. 11:50 am. But what kind of pie was it? Tune in and find out. Check her message below.

Hello Robert,

just letting you know that Mrs Kabisch came on wednesday has planned and everything went quite well.

The pie was a bit darker than usual but not burnt, I think she liked it! I did more pastry then was needed so Suzzane was able to take some home for her husband.

It will be on air on the 24.05 at about 11:50 am.

Best

Margaret


Brexit-Abend in der VHS zur historischen Wahl


Warum der Deutsch-Brite Robert Tonks den „Brexit“ ablehnt



Referendum über die EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs


Die britische Regierung hat als Termin für das Referendum über die EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs auf Donnerstag, 23. Juni 2106 festgelegt. In unruhigen Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Aus diesem Anlass nimmt die Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg e. V. wie folgt Stellung, die unsere Position zum Referendum verdeutlicht.


DIE FRAGE DER EU-MITGLIEDSCHAFT DES VEREINIGTEN KÖNIGREICHS GEHT UNS ALLE IN EUROPA UND DARÜBER HINAUS AN UND IST PARTEIÜBERGREIFEND. ALS EINGETRAGENER VEREIN WIDMET SICH DIE DEUTSCH-BRITISCHE GESELLSCHAFT DUISBURG e. V. DER FÖRDERUNG DER DEUTSCH-BRITISCHEN VERSTÄNDIGUNG. LETZTERE IST EINE SÄULE VON SIEBEN JAHRZEHNTEN DES ANHALTENDEN FRIEDENS VOR DEM HINTERGRUND UNZÄHLIGER JAHRHUNDERTE DES KRIEGS UND DES ABSCHEULICHEN ABSCHLACHTENS. DEUTSCHLAND UND DEM VEREINIGTEN KÖNIGREICH IST ES UNTER ANDEREM AUCH DANK DER EU GELUNGEN, SICH ZU DEN WOHLHABENDSTEN MITGLIEDSSTAATEN ZU ENTWICKELN. TATSÄCHLICH SIND UNSERE BEIDEN LÄNDER DIE HAUPTNUTZNIESSER DER EUROPÄISCHEN INTEGRATION IN DER NACHKRIEGSZEIT. DER AUSTRITT DES VEREINIGTEN KÖNIGREICHS AUS DER EU HÄTTE UNVORHERGESEHENE DOMINOEFFEKTE IN WEITEREN EU-STAATEN UND WÜRDE SICH NEGEATIV AUF DEN WOHLSTAND, DIE WIRTSCHAFT UND SICHERHEIT SOWOHL IN EUROPA INSGESAMT ALS AUCH INSBESONDERE IN DEUTSCHLAND UND DEM VEREINIGTEN KÖNIGREICH AUSWIRKEN. ES GIBT NUR EINE OPTION, DIE GEWÄHRLEISTET, DASS FRIEDEN, STABILITÄT UND WOHLSTAND NACHHALTIG ERHALTEN BLEIBEN: DAS VEREINIGTE KÖNIGREICH ENGAGIERT SICH AUCH WEITERHIN ALS MITGLIED DER EUROPÄISCHEN UNION. WIR SIND FÜR DEN VERBLEIB, ODER AUF ENGLISCH: WE SAY STAY!


Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg e. V.


Duisburg, 15. März 2016



United Kingdom European Union membership referendum


The UK Government has set the date for the Referendum on whether the UK stays in the European Union or not for Thursday 23. June 2016. In troubled times like these, it is important not to lose sight of the bigger picture. Therefore, the British German Club Duisburg issues the following statement making our position quite clear.


THE ISSUE OF UNITED KINGDOM EUROPEAN UNION MEMBERSHIP IS RELEVANT TO ALL OF US IN EUROPE AND BEYOND AND TRANSCENDS POLITICAL PARTIES. AS A REGISTERED SOCIETY IN GERMANY DEUTSCH-BRITISCHE GESELLSCHAFT DUISBURG e.V. IS DEDICATED TO FOSTERING GERMAN-BRITISH UNDERSTANDING. THE LATTER IS A PILLAR OF OVER SEVEN DECADES OF PEACE IN EUROPE AGAINST A BACKGROUND OF COUNTLESS CENTURIES OF WAR AND THE MOST HORRENDOUS BUTCHERY. GERMANY AND THE UK HAVE SUCCEEDED IN BECOMING THE TWO MOST PROSPEROUS EU MEMBER STATES. IN FACT, OUR TWO COUNTRIES ARE THE TWO MAIN BENEFICIARIES OF POST-WAR EUROPEAN INTEGRATION. FOR THE UK TO LEAVE THE EU WOULD CAUSE UNFORESEEN DOMINO EFFECTS IN OTHER EU MEMBER STATES AND HAVE CONSEQUENCES ON PROSPERITY, THE ECONOMY AND SECURITY BOTH IN EUROPE AS A WHOLE AND IN GERMANY AND THE UK: THERE IS ONLY ONE WAY TO ENSURE THAT PEACE AND PROSPERITY ARE SUSTAINED AND THAT IS FOR THE UK TO BE A COMMITTED MEMBER OF THE EUROPEAN UNION. WE SAY STAY!


Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg e. V.


Duisburg, 15 March 2016




Stellungnahme zu PEGIDA, DUIGIDA et al.


Dear Members and Friends,

der Vorstand der Deutsch-Britischen Gesellschaft Duisburg nimmt wie folgt Stellung zu PEGIDA, DUIGIDA et al.:


FÜR DIE WILLKOMMENSKULTUR...

GEGEN DIE KULTUR DES HASSES, GEGEN PEGIDA, GEGEN DUIGIDA, GEGEN TERRORISMUS, GEGEN KRIEG


Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg

Die europäische Integration sowie die Integration im Allgemeinen finden lokal statt. Seit Jahrzenhnten arbeiten Menschen in Duisburg gemeinsam mit offiziellen Stellen und unzähligen zivilgesellschaftlichen internationalen Gesellschaften daran, dass diese Integration friedlich verläuft. Das nennt man Pflege der Willkommenskultur. Und die Willkommenskultur ist ein Standortfaktor. Welcome to Duisburg!!!


Vor 70 Jahren befreiten die Alliierten Europa von der NS-Diktatur. Seit 70 Jahren herrscht unter den Staaten Europas, die sich Jahrhunderte lang regelmäßig bekriegten, Frieden. Vor 65 Jahren wurde die Städtepartnerschaft Duisburgs mit Portsmouth gegründet und wurde zu einem Vorbild der Nachkriegsverständigung und des Friedens unter ehemaligen Feinden. Gerade wir Duisburger wissen: Der Frieden ist das höchste Gut.


Als wir 2006 die Deutsch Britische Gesellschaft Duisburg gründeten, taten wir dies, weil wir uns zu der Stadtgesellschaft bekennen, in der wir gern leben. Und ein großer Teil - etwa 20% - der Duisburger Stadtgesellschaft sind Muslime. PEGIDA, DUIGIDA und andere verurteilen nun pauschal einen integralen Bestandteil unserer Bevölkerung und bedrohen damit unseren sozialen Frieden in Duisburg.


Durch unsere bloße Existenz setzt die Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg ein Zeichen für Europa, sowie für die Integration und den Frieden und gegen den Nationalismus. Das nennen wir cool.


Der Protest gegen PEGIDA, DUIGIDA et al. ist überparteilich. Die Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg ebenso.


Der Vorstand
Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg e. V.




Duisburg erhält Auszeichnung als europaaktive Kommune


Im Rahmen eines Festaktes erhielt die Stadt Duisburg am 7. Januar 2015 von Europaministerin Dr. Schwall-Düren eine Auszeichnung als europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen. Diese Auszeichnung soll unter anderem dazu beitragen, besondere Projekte kommunaler Europaaktivitäten in Nordrhein-Westfalen bekannt zu machen und aufzeigen, wie der europäische Gedanke praxisnah gelebt werden kann. Im nachfolgenden Bericht von Studio 47 äußert sich neben Oberbürgermeister Sören Link auch unser Chairman Robert Tonks zu dieser Auszeichnung (ab Minute 4).


Video-Beitrag mit freundlicher Genehmigung von STUDIO 47 Stadtfernsehen Duisburg GmbH & Co. KG (Sascha Devigne).




The Alternative Proms Concert "Grand Finale":




The Alternative Proms Concert by British Business Club Düsseldorf took place at Stilwerk Concert Hall, Düsseldorf, Saturday, 30 August 2014 and featured Orlando Schenk & Sandra Nakhosteen of Deutsche Oper am Rhein.


Drachenboot Mannschaft 2014The excellent Orlando and Sandra topped the bill at what was to be a very successful event, our first in co-operation with the British Business Club and British Women's Club. Originally, our very own Karin Brandt (soprano) and Gero Natzel (violin), of Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg, were billed as the support act prior to the event. By popular request, however, Karin and Gero also provided us with an unexpected grand finale. Brilliant. See for yourself (smartphone clip by Iris Tonks).



British Business Club Düsseldorf


supported by

British Women's Club Düsseldorf


and

Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg














"Nessie Hunters - Meister der Herzen. Diese Urkunde dokumentiert unseren großartigen Platz 9 (von 9) beim Promi-Drachenbootrennen 2014 im Duisburger Innenhafen"



"Winning Ways - Nessie Hunters still came 9th in 2014 Duisburg Inner Harbour Dragon Boat Race despite the added burden of having to catch a monster. Her Majesty QE II was amused and entertained the crowd like no other. The trouble is she was so absorbed in the waving job she forgot to paddle"


Bilder vom Drachenbootrennen 2014

Siegerurkunde Drachenboot-Fun-Regatta


Drachenboot Mannschaft 2014

 


Drachenboot Mannschaft 2014

 



News und Infos zu unserem diesjährigen Nessie-Fun-Event am Duisburger Innenhafen.




Brief und Bilder zum diesjährigen Besuch einer Delegation aus unserer englischen Partnerstadt Portsmouth.




Pool Position- und Denglische Weihnacht-Songs: "Pool Position" & "Tschingle Bells"!



Duisburger Portsmouthfreunde entdecken Telefonzelle vor Windsor Castle


Viele werden sich noch an die spürbare Erleichterung unserer Queen erinnern, als sie, dank der kriminalistischen Fähigkeiten von Horst Schimanski, Sherlock Holmes und vielen anderen, auf dem Duisburger Portsmouthplatz letztendlich doch die britische Telefonzelle wiederfand, um sich dann von dort aus bei der Herzogin Kate nach ihrem Wohlbefinden erkundigen zu können.


Wie groß war nun aber das Erstaunen der Duisburger Portsmouthfreunde, als sie bei ihrer diesjährigen Englandreise vor Windsor Castle eine Telefonzelle vorfanden, mit der ein britischer Künstler diesem Duisburger Event wohl ein farbenfrohes Denkmal setzen wollte…


Telefonzelle mit Queen und Kate vor Windsor Castle

Die Fotos wurden uns mit freundlicher Genehmigung von Gudrun Liedtke und Christel Schröer zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!



Thank you kindly Consul General Malcolm Scott. Good Luck !!!


Unser Chairman Robert Tonks nahm am 25. Juli an der Verabschiedung des britischen Generalkonsuls Malcolm Scott teil, zu der er Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Kooperationspartner aus Wirtschaft, Politik und Kultur in seine Residenz nach Düsseldorf - Wittlaer eingeladen hatte. In seiner Begleitung war unser Mitglied Klaus Barbian, der mit Hilfe der Deutsch-Britischen-Gesellschaft in Duisburg e.V. Herrn Scott als Schirmherr für einen Sprachwettbewerb der Volkshochschule Duisburg gewinnen konnte (siehe unten). Robert und Klaus hatten sich sehr über diese Einladung gefreut, und es gab reichlich Gelegenheit, mit verschiedenen Anwesenden interessante Gespräche über unsere Arbeit zu führen. Dabei fiel auf, dass unsere Events ein großes Echo finden.


Robert wünschte Herrn Scott für seine künftigen Aufgaben in London alles Gute und bedankte sich für die vielfältige Unterstützung während seiner Amtszeit. Am Rande der Gespräche hatte Robert auch die Gelegenheit, die designierte Nachfolgerin Susan Speller kennenzulernen und sich ihr kurz vorzustellen.


Verabschiedung Consul General Malcolm Scott

Das Bild zeigt Herrn Scott flankiert von Robert Tonks (rechts) und Klaus Barbian im Garten seiner Residenz.



Good luck and all the best to you, dear Consul General!



Feel free to check out this short clip on Studio 47 (via Youtube) of "Queen ehrt Schimi" 13 July 2013:




The clip is part of "Du bist Europa", a series of programmes about the impact of Europe on Duisburg and the Lower Rhine region - worth watching. The series is funded by the European Union.



There is another British Connection in the series. Check interview with Rob Tonks on "Language diversity in the EU, official languages, minority languages such as Welsh and, finally, Denglisch"

(ab 3 Min. 10 Sek. - 10 Min. 22 Sek.)



"Eine Rede mit Folgen" – Eine Podiumsdiskussion über die Erklärung von Prime Minister Cameron vom 23. Januar 2013 in London zum Verhältnis des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Union.


Podiumsdiskussion: Zukunft Großbritanniens und der EU.

Die Europäische Union steckt in der Krise. Was ist eigentlich auf einmal los? Diese Frage kann im Rahmen einer einzelnen Podiumsdiskussion nicht abschließend beantwortet werden. Daher soll dies mit einer Reihe von Veranstaltungen, in lockerer Abfolge, gewährleistet werden: Dringend erforderliche Erstinformation über die aktuellen Entwicklungen ebenso zu geben wie Positionsbestimmungen aus erster Hand, und zwar von prominenten Vertretern der einzelnen Staaten oder bedeutender Interessengruppen oder anderen relevanten Kräften – fast immer geprägt vom jeweiligen geschichtlichen Hintergrund. Zusammengefasst beschrieb so die Veranstaltergemeinschaft die Absichten zu einer ungewöhnlichen Veranstaltungsreihe mit Auftakt am 6. Juni 2013 in der Pauluskirche in Duisburg-Hochfeld.


[...Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung...]




Die Deutsch-Britische Gesellschaft Duisburg unterstützte im Juni 2013 den erstmals in Duisburg ausgetragenen Englisch-Wettbewerb der Volkshochschule:


Der Westen: Sprechen, Schreiben und Grammatik





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